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Betriebsbeschreibung in Detaillierter Form für das Restaurant Fasil auf der Friesenstr.33 in 50670 Köln.
Das Restaurant Fasil liegt auf der Friesenstr. 33 im Nördlichen Teil des Kölner Alt- Stadtes. Bevor ich mit der Betriebsbeschreibung anfange möchte ich eine kleine Information über die Historie, Die Entwicklung und dem heutigen Ist Zustand der Friesenstr. Sowie des Friesenviertels weitergeben da ich denke dass es in der Grundfrage der Sache und in der Aufklärung eine bedeutende Unterstützung im Verständnis darbietet.
Bürger – Bordelle – Business: Das Friesenviertel
Das in der Kölner Innenstadt im Stadtteil »Altstadt Nord« gelegene Friesenviertel wird heute in seiner Abgrenzung enger gefasst als vor dem Zweiten Weltkrieg. Ursache hierfür ist die 1969 im Rahmen der Realisierung des städtebaulichen Leitbildes der »autogerechten Stadt« zur Verkehrsschneise ausgebaute Magnusstraße, die den Friesenwall und somit auch das Friesenviertel in zwei Teile spaltete. Heute wird lediglich der Teil zwischen Ring, Magnus-, Christoph- und Mohrenstraße als Friesenviertel bezeichnet.
Geschichte
Im Rahmen der dritten mittelalterlichen Stadterweiterung wurde das Gebiet des heutigen Friesenviertels im Jahr 1180 Teil von Köln. Zunächst wurde das gesamte Stadtgebiet mit Wall (heutiger Verlauf des Friesenwalls) und Graben (heute Ringe) abgegrenzt. 1200, mit Beginn des Mauerbaus, war das Gebiet des Friesenviertels nur etwa zur Hälfte besiedelt. Die übrigen Gärten und Felder gehörten zum großen Teil den Kirchen St. Gereon und St. Christoph. Die bereits seit etwa 1100 bestehende Friesenstraße, die nach den für ihre Webereien berühmten und in Köln schon zu karolingischer Zeit ansässigen friesischen Kaufleuten benannt wurde, war eine der mittelalterlichen Torstraßen. Sie eignete sich später hervorragend als Ansatzpunkt für die nach außen fortschreitende Besiedlung. Gegen Ende des 19.Jh. wurde sie natürlicher Mittelpunkt des Bezirkes und war zugleich Verkehrsknoten und Handelsschwerpunkt. In der zweiten Hälfte des 19.Jh. wurde – ausgelöst durch Industrialisierung und starke Zuwanderung – das Viertel dicht und kleinteilig bebaut. Nach dem Krieg erfolgte der Wiederaufbau zunächst auf dem alten Grundriss, die städtebaulich einschneidenden Änderungen
setzten erst in den 50er und 60er Jahren ein.
Die Eroberung durch den Gerling-Konzern
Gerling eroberte das Friesenviertel sukzessive: 1950/51 entstand der neue Südflügel am alten Haupthaus in der von Werth-Straße, 1953 das Gerling-Hochhausim Gereonshof. Inden 60erJahren wurde der architektonisch umstrittene (»Reichsparteitagsstil«) Bürokomplex zwischen Gereonshof, Spiesergasse Sartory-Säle Im Klapperhof und Hildeboldplatz errichtet. Dennoch ist das Friesenviertel um 1970 noch ein »typisches Stück Köln«: enge Straßen, niedrige Häuser, Vergnügungslokale, Geschäfte vom Trödler bis zur Galerie, altkölsche Gaststätten, Einwohner unterschiedlicher sozialer Schichten und nicht zuletzt die prägen das Gesicht des Viertels, das allerdings in den vorangegangenen Jahren stark gealtert ist. Eine Untersuchung des Statistischen Amtes der Stadt Köln von 1971 bewies dies deutlich: Verkommene Bausubstanz, unzureichende sanitäre Ausstattung der Wohnungen, Überalterung und hohe Ausländeranteile waren nur einige Indizien für den Sanierungsbedarf. Die Ausbreitung des (Rotlicht-)»Milieus« seit Schließung des Sperrbezirks in der Kleinen Brinkgasse tat ein übriges, um das Image des einst bürgerlichen Viertels zu verändern. Zu diesem Zeitpunkt begann der Gerling-Konzern, durch Haus- und Grundstückskäufe mehr und mehr Einfluß auf die künftige Entwicklung des Viertels zu nehmen. Runderneuerung des wenig repräsentativen Umfeldes und Renditeerwartungen durch Immobilienentwicklung waren interessante Beweggründe, die in den kommenden Jahren von der Aufstellung des Bebauungsplanes 1971 bis zu seiner Rechtskraft 1975 zu heißen Diskussionen führten. Insbesondere die für eine Sanierung notwendige »Umsetzung« der Bewohner und die durch Leerstand und zunehmenden »Halbwelt-Charakter« geprägte Optik des Viertels waren in dieser Phase sehr umstritten.
Sanierungsergebnisse
Der Kölner Stadt-Anzeiger berichtet in seiner Ausgabe vom 17.04.1975: »... aus dem befürchteten gigantischen Sanierungsvorhaben, um das in den letzten Jahren solcher Wirbel veranstaltet wurde, ist schließlich die normale Veränderung einer überalterten Stadtzelle geworden«. Dieser Wirbel nahm allerdings Einfluss auf die Planung: Die einst angestrebte einseitige Büro- und Dienstleistungskonzentration wurde zugunsten einer multifunktionalen Konzeption aufgegeben. So fand auch die Wohnnutzung in stärkerem Maße
Berücksichtigung: Gab es 1970 im Friesenviertel 949 Wohnungen, waren es 1987 schon 1030, und auch die Wohnfläche stieg um rund 10.000m2 auf 62.379m2. Die Einwohnerzahl erhöhte sich leicht auf 1578 im Jahr 1987, und wenn sich auch die »Kinderarmut« des Viertels weiter verstärkte, so ist doch die 1970 deutlich erkennbare »Überalterung« durch den Zuzug von jungen, erwerbsfähigen, und meist gut gebildeten Menschen wieder rückgängig gemacht worden. Das Gesicht des Friesenviertels hat sich jedoch trotz Erhalt einiger ursprünglicher Einrichtungen wie Päffgen, Sartory, neu hinzugekommen sind Bars und Clubs wie Goldfinger, Guinnes Irisch Pub, Vic-Bar, Thai Bar, Hemingway, Nightfever, und urkölscher Kneipen, wie beispielsweise dem Klein-Köln1,Klein Köln2 in den vergangenen Jahren stark gewandelt. Diese Veränderungen lassen sich besonders gut in den Erdgeschoß- Nutzungen der Friesenstraße ablesen, die sich von einer einstigen Versorgungsstraße für das Viertel zu einer Vergnügungsmeile für das jüngere, zahlungskräftige Publikum entwickelt hat.
Carola Hardt
Ausschnitt Aus Ihrem Werk: Köln das Historisch Topografische Atlas, Seite: 10
Das Restaurant Fasil auf der Friesenstr. 33 im Friesenviertel liegt im Erdgeschoss eines Hotels was seit ca. 10 Jahren nicht betrieben wird. Die Nutzfläche beträgt ca. 120 m² wobei die Gesamtfläche ca. 181 m² beträgt. Das Restaurant Fasil wurde im März 2006 eröffnet und bietet seit dem eine Traditionelle Alt Türkische Küche sowie am Wochenende Live – Musik im Kulturellen sinn an.
Das Restaurant Fasil ist in seiner Art und weise und in der Gesamtheit einzigartig im gesamten Kölner Raum ja sogar im gesamten NRW um nicht weiter zu gehen, außer ein Paar Ausnahmen fast Einzigartig im gesamten Deutschen Raum.
Das Restaurant Fasil bietet Außer Alt – Türkischen Speisen und Getränken auch Alt Türkische Musik an die auf einer Transportablen Kleinbühne wiedergegeben wird. Bevor ich näher in die Betriebstypische Dokumentation gehe und diese näher erläutere möchte ich um es verständlicher für Jedermann zu machen den Begriff „Fasil“ in all seinen spektral Farben darbieten.
Das Wort „Fasil“ bedeutet: Kapitel, Abschnitt, oder Periode. Es ist im Wortgebrauch ein Persisch – Arabisches Wort und beschreibt im Klassischen Sinne die einzelnen Teile der Musikzelebrierung in verschiedenen Tonlagen den sogenannten Makam. Mit dem Begriff Makam-Musik wird die klassische Musik des Nahen und Mittleren Osten bezeichnet. Makam, arabisch: Ort oder Rang, sind in der Musik Tongattungen, die durch die Definition der Töne und den bestimmten Melodieverlauf die jeweilige Tonart ergeben. Ein Makam setzt sich aus einer Tonleiter und einer kompositorischen Melodiestruktur zusammen. Jede Makam weist spezifische Charaktere auf, die nur ihr eigen sind. Basierend auf einen Tetra- und Pentachord bildet die Tonleiter die modale Vorgabe, die aber durch spezifische Erweiterungen mittels Vorzeichen in höheren und tieferen Oktavlagen verändert werden. Nach dieser kurzen Einführung in die Lexikalische Semantik des Wortes Fasil möchte ich den Heutigen gebrauch und das Verständnis was sich in vielen Jahren Wandlung zur Endgültigkeit geformt hat und somit uns heute die Vervollständigte Version als das Leben in seiner Purster weise darstellt näher bringen.
Fasil ist als eine Einheit zu betrachten und genau so ist auch das Betrieb Fasil auf der Friesenstr. 33 zu bewerten. Fasil ist eines der schönsten Arte sich zu unterhalten. Gemütlichkeit und der Inhalt eines Gespräches sind prägend für die Stimmung und wenn dazu noch die Intellektuelle Seite der zu Kommunizierenden Freunde hinzukommt führt das Ganze in eine eigenständige Kultur des Beisammenseins.
Bei diesen geselligen Abenden ist es unverzichtbar, dass man Speisen und Getränke zu sich nimmt. Man fängt mit dem Bulgarischem oder Griechischem Schafskäse begleitend serviert mit Honig oder Wassermelone, können auch Schwarze Trauben sein an. Die Platte mit den Kalten Vorspeisen die eine Hauptsächliche Aufgabe erfüllen so wie sie kleinportioniert sind bestehend aus mehr als 5 duzend verschiedenen Variationen und Geschmacksrichtungen (Im Restaurant Fasil findet man ca 15 verschieden Sorten) erfüllen ihr eigenes von der scharf – pikanten bis hin zum herb – fruchtigem eine Gaumenfreude ohne gleichen. Die warme Vorspeiseplatte ist fast wie ein Hauptgang aber wie gesagt fast wie, die Variationen hier würden die Dimensionen sprengen, (Das Restaurant Fasil bietet ca. 12 Sorten zum Auswahl an) doch Calamaris in Knoblauchsoße sowie Garnelen geschwenkt mit Walnuss Kernen oder Frische Kalbsleber nach Albanischer Art hebt die Stimmung und belebt Geist sowie Seele. Der Hauptgang sollte natürlich nicht unterschiedlicher Qualität sein, hier empfiehlt sich eine Herzhafte Dorade vom Lavasteingrill gefüllt mit Lorbeerblättern und Zitronenscheiben umgeben von einer Schwarzpfeffer Ummantelung garniert mit Rucola - Salat und mit Sumach geriebenen roten Zwiebeln fein dekoriert für Auge und Gaumen. Es ist unerlässlich, dass man das Nationalgetränk der Türken hergestellt aus feinsten Trauben und Anis „Raki“ zu sich nimmt.
Das Trinken an sich ist in solchen Gesellschaftlichen Gegebenheiten wie im Fasil als eine Eigenständige Kultur anzusehen. Die Kultur des Trinkens des sich gebührend Benehmens trotz des zu sich genommenen Alkohols nicht ausschweifend oder gar respektlos Werdens ist auch somit die Messlatte des Inneren Lebenskreisels und somit das Leben in seiner
ausdruckvollsten Form.
Im Verständnis des Fasil was auch zur Betriebseigentümlichkeit des Restaurant Fasil zugerechnet werden muss, liegt an erster stelle das dabei sein, jemanden begleiten, Geselligkeit im Rahmen der Konversation suchen. Das Ziel hier ist unwichtig, es geht um den Weg des Kommunizierens um das Freundschaftliche, weit ab vom Lärm des Alltags und fern von jeglicher Geräuschverschmutzung.
Fasil öffnet einem die Tür einer Atmosphäre voller harmonischer Klänge in einer Art, dass man seine Seele in diesen Fluss der Töne baumeln lassen kann. Der Klang der Oud:( Der Oud (arabisch, DMG Sūd, auch als Aoud, Ud oder ûd transkribiert, türkisch auch Ut, persisch Barbat ) ist eine Kurzhalslaute aus dem Mittelmeerraum beziehungsweise dem Nahen Osten. Als Vorläufer der europäischen Laute kam der Oud durch die Mauren in Andalusien wie auch über heimkehrende Kreuzfahrer nach Europa), sowie des Kanun:( Das Kanun (arabisch, DMG qānūn) ist eine Form der Zither, die im Orient beheimatet ist. Sie wird deshalb auch als Orientalische Zither bezeichnet)oder der Klarinette begleitet vom Rhythmus der kleinen Handtrommel Darbuka das dem Ganzen die Vollständigkeit verleiht somit ist das Fasil vollendet.
Es ist ein Ganzes, mann kann nicht nur mit dem Essen und dem Trinken Fasil leben aber sowenig auch nur mit der Musik alleine ist es nicht vorstellbar denn diese sich gegenseitig vervollständigende Jahrhunderte alte Tradition in die einzelnen Elemente aufzuteilen ist wie die Absicht das Leben in seine Bestandteile aufteilen zu wollen. So wie das Leben aus seinen Unzähligen Facetten und deren Harmonisierung eine Existenzielle Erfahrung und Bewusstsein erlangt so ist es mit der Einheit des Fasil was in Subjekt und Objekt ein Ganzes bildet. Es ist in keiner weise vergleichbar weder annähernd andeutbar, das dass zelebrieren des Fasil mit einem Gang in eine Klassische Bar einer Diskothek oder einem sonstigem Vergnügungshaus gleich gestellt werden kann.
Das Fasil auf der Friesenstr. ist eine Art Vergnügen das sich in der Freude und im Mitfreude [Mitfreude ist die freudige Teilnahme an der Freude eines anderen (so wie Mitleid die Teilnahme am Leid eines anderen ist, also ein Mitgefühl). Der Begriff taucht erstmals unter kritischer Betrachtung des Mitleids bei Friedrich Nietzsche auf. Die Fähigkeit zu Mitfreude ist eine wesentliche Eigenschaft für friedliches soziales Zusammenleben, und eine Voraussetzung für Mehrfach-Beziehungen.] ausdrückt aber in keiner weise eine Art des Vergnügens im klassischen Sinne (Erich Fromm unterscheidet zwischen „Vergnügen“ als kurzzeitigem Hochgefühl und „Freude“ als dem Gefühl, das man auf dem Weg hin zur menschlichen Selbstverwirklichung verspüre) ist.
Das Fasil auf der Friesenstr. ist dafür bekannt, dass die Gäste sich sehr chic und modern anziehen es sind meistens Leute vom Rang und Namen sehr elitär und Kulturbewusst. Im Restaurant Fasil werden über 100 Gerichte sowie Zahlreiche Getränkesorten angeboten. Es gibt keine Tanzfläche keine Einrichtungen die zum Tanzen auffordert wie in verschiedenen Farben leuchtende Spots oder andere Lichtquellen, sowenig gibt es auch keine Spielautomaten wie z.b.s in anderen Bistros oder Restaurants. Natürlich gibt es Momente wo die Gäste aufstehen und Ihrer Freude mit Ihrem Lebensgefährten in einem Tanz im Durchgangskorridor Kund tuen aber in der typischen Deutschen Gaststätte wird auch mal spontan geschunkelt aber deswegen ist das noch lange keine Vergnügungsstätte.
Das Restaurant Fasil ist eine Bereicherung für die Friesenstr. somit eine Bereicherung für Köln in seiner eigentlich sehr Toleranten Haltung gegenüber seinen Ausländischen Kulturen und Lebensweisen und das Restaurant Fasil ist ein Teil dieser Gesellschaft weil es genau die Menschen mit beherbergt die auch an diesem Leben mit partizipieren und genau sowie jeder andere auch Freude am Leben haben wollen.
Turgay Dogan
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